Simon
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Bühnenbild-Entwürfe
Contents: Einige Worte über meinen Ansatz - H. v. Kleist, Penthesilea (2005) - W. Shakespeare, Macbeth (2005) - Ein Modell für eine Treppe (2005)
Einige Worte über meinen Ansatz
Worum es im Theater geht? Darum, eine äußere Wirklichkeit abzubilden? Nein, es geht darum, einen eigengesetzlichen Innenraum zu schaffen, eine Art Retorte für daseinsaffizierende Experimente. Nicht »Charaktere« oder »Individuen« bilden die eigentliche generative Wirklichkeitsschicht im Theater, sondern psychische und soziale Kräfte: Liebe, Hass, Sehnsucht, Zwang, Kälte, Feuer, Einsamkeit, Ungerechtigkeit, Zärtlichkeit, Gnade.
Die Bewegungen der Schauspieler und die psychische Wirklichkeit der dargestellten Personen entstehen erst aus solchen Kräften und Energien, und genau so ist die sichtbare Gestalt des Bühnenraums nur die Formwerdung jenes zugrunde liegenden Kräftespiels. Die sogenannten Motivationen der Personen - Angst, Leidenschaft usw. - und ihr Aufeinanderprallen tun sich im Bühnenbild als Figuren eigenen Rechts hervor, als Volumen aus Licht und Materie, die wie Gebirge das Resultat gewaltiger verborgener Kräfte sind.
Bühnenbilder in diesem Verständnis »illustrieren« nicht, sie sind vielmehr Ausdruck der dramatischen Wirklichkeit selbst - eine Aufführung und Schauspiel, noch bevor ein Schauspieler die Bühne betritt.
Heinrich von Kleist, Penthesilea (2005)
William Shakespeare, Macbeth (2005)
Modell für eine Treppe (2005)
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